Sicher gekühlter Versand von Bio-Frischfleisch aus Mecklenburg

Gedanken zum Thema „Milchskandal“

Gedanken zum Thema „Milchskandal“

 

Diesmal habe ich mir zu einem Thema Gedanken gemacht, das nicht direkt mit Fleisch in Verbindung steht, aber durchaus Aufmerksamkeit verdient.
Am 10. Oktober wurde der Rückruf von Milch, die in einem Milchwerk in Westfalen verarbeitet wurde, in der Presse bekannt gegeben.

Die betroffenen Chargen wurden aus den Verkaufsregalen geräumt und Kunden, die diese Milch bereits gekauft hatten, wurden aufgefordert, sie nicht zu konsumieren und wenn möglich, zurückzugeben.

Ich möchte mich nicht zu der Tatsache äußern, dass in einem Verarbeitungswerk durch einen technischen Defekt Verunreinigungen oder Infektionen in die Milch kommen konnten. Ein anderer Aspekt ist mir wichtig.

Die betroffene Milch stammt aus einem einzigen Werk in Westfalen und wurde in ganz Deutschland verkauft.

In der Kommunikation über diesen Vorfall wurde ein Dokument veröffentlicht, das alle Discounter und Händler nennt, die Milch aus dieser Charge verkauft haben. Zehn Discounter sind betroffen. Dies ist eine fast komplette Liste der großen Lebensmitteldiscounter Deutschlands.

 

Produkte aus dieser Verarbeitungsstätte werden also im gesamten Land verteilt und verkauft.

Es ist anzunehmen, dass auch die Milch, der Rohstoff dazu, nicht im nahen Einzugsbereich um diese Verarbeitungsstätte gemolken wird, sondern von weit her gefahren werden muss, um die Produktionsmenge sicherzustellen. Und dann wird das Endprodukt wieder sehr weit gefahren, um überall angeboten zu werden.

Zeigt dies nicht augenfällig den Wahnsinn, den wir uns mit der zentralisierten Lebensmittel-Produktion angetan haben. Als ob ein Grundnahrungsmittel, wie Milch, nicht regional erzeugt, verarbeitet und konsumiert werden könnte. Und dabei wird immer wieder Regionalität, Verringerung des LKW Verkehrs und Reduktion des Carbon Foot Print beschworen. Hier könnte man ansetzen. Und hier wird man irgendwann ansetzen müssen, wenn man wirklich etwas verändern will.

Heute schon kann man als Käufer von Lebensmitteln den Aspekt der Regionalität ernst nehmen und dafür sorgen, dass in das System eine Ehrlichkeit einzieht, die solchen Wahnsinn nicht unterstützt. Mit ihrer Kaufentscheidung haben Sie dies in der Hand.

Und ganz nebenbei ist es reizvoll , wenn man im Süden Produkte und Marken kaufen könnte, die es im Norden nicht gibt und umgekehrt.

 

Bernhard Sinz

 

Themen:: Milchskandal

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